Rosenkranzgebet


KURZHISTORIE DER
PAUPERES COMMILITONES CHRISTI
 TEMPLIQUE SALOMONICI HIEROSALEMITANIS

AD 1118 bis 1314

Nach dem ersten Kreuzzug, der 1099 mit der Eroberung von Jerusalem endete, gründen
die Ritter Hugues de Payens, Godefroi de Saint Omer, Hugo aus der Champagne und sechs weitere Ritter 1118 die Bruderschaft der »Pauperes Commilitones Christi«, die Armen Ritter Christi. König Balduin II. von Jerusalem, ein Vetter Gottfrieds von Bouillon, weist ihnen 1119 einige Gebäude im Bereich des ehemaligen Tempels von Salomon als Unterkunft zu. Fortan werden die Brüder als "Ritterschaft vom Tempel zu Jerusalem" bezeichnet (Militia Templi Hierosolymitani). Sie verkörpert auf einzigartige Weise die Symbiose der mittelalterlichen Stände des Mönchtums und des Rittertums.

Der geistige Vater und Protektor dieser Idee der christlichen Ritterorden ist der Abt des Zisterzienserklosters und Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux. Er verfasst mit Hugues de Payens für den Templerorden die Ordensregel, die 1128 von Papst Honorius II. auf dem Konzil von Troyes bestätigt wird. Als Symbol der Reinheit ihres Lebens erhalten die Ordensritter den weißen Mantel. Im Jahre 1145 gewährt Papst Eugen III. den Templern als erstem Orden das Recht, das rote Kreuz - Symbol des Blutes Christi - ständig zu tragen.

Zu einer der Aufgaben des neuen Ordens gehört der Schutz der Pilger auf dem Weg in das Heilige Land, an die Stätten, an denen Jesus Christus wirkte. Verbunden damit sind die Versorgung und Betreuung von Kranken und Verwundeten. Für diese Aufgaben war ursprünglich der Orden vom Hospital des Heiligen Johannes - später wurden sie auch Malteser genannt - gegründet worden, der dann aber nach dem Vorbild der Tempelritter zu einem militärischen Orden umgewandelt worden ist. Auch der später gegründete "Deutsche Orden", übernahm die Ordensregel der Templer in unveränderter Form.

Auf Grund der straffen Organisation und der harten Disziplin, basierend auf dieser strengen Regel, der die Ritter durch ihr Ordensgelübde verpflichtet sind, erringen die Templer nicht nur militärische Erfolge und politische Anerkennung auf allen Seiten, sondern sie avancieren schon bald zu der bedeutenden Macht in der damaligen Welt von Orient und Okzident.

Der Tempelritterorden erhält in den folgenden Jahren viele Privilegien und ein Sicherheit gewährendes Protektorat durch den Papst, wie die Befreiung von Abgaben und Steuern und gleichzeitig die Ermächtigung, selber Gebühren erheben zu dürfen, ebenso die Erlaubnis zur Errichtung eigener Kirchen und Begräbnisstätten, denn von nun an untersteht der Orden ausschließlich der Jurisdiktion des Heiligen Stuhles in Rom.
Nicht alleine dadurch entwickeln die Ritter, neben ihren militärischen und auch politischen Erfolgen im Heiligen Land, wirtschaftliche Fähigkeiten und innovative Neuerungen in allen Lebensbereichen, vor allem aber in der Verwaltung, im Geldgeschäft und in der Organisation des Nachschubs. Es waren diese revolutionären Meilensteine, deren Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit reichen. Sie verschaffen dem Orden eine enorme Anerkennung, eine große Macht und gewaltigen Reichtum.

Nach acht letztlich erfolglosen Kreuzzügen und dem Verlust der letzten Besitzungen im Heiligen Land AD 1302, sind die Ressourcen und damit das Interesse des Abendlandes erschöpft, weitere Aktivitäten zur Rückeroberung der heiligen Stätten zu unternehmen und dadurch christliche Pilgerreisen nach Palästina zu ermöglichen. Dies bedeutet für die Feinde des Ordens den vermeintlichen Verlust der Daseinsberechtigung des Gotteskriegerordens, was natürlich nicht für die Aktivitäten auf der Iberischen Halbinsel gilt. Diese zweite Front im Süden Europas, wird letzlich den Tempelrittern überhaupt erst ein Überleben ermöglichen.

Die Johanniter ziehen sich nach Rhodos und nach ihrer Vertreibung dort, nach Malta zurück und werden später deshalb Malteser genannt. Sie widmen sich nun vornehmlich der Versorgung und Pflege von kranken und hilfsbedürftigen Menschen im Hospitaldienst und der militärischen Verteidigung "ihrer" Insel.

Der Deutschherrenorden etabliert ein eigenes Staatsgebilde - einen Ordensstaat - im damaligen Ostdeutschland, mit dem Hauptsitz in Königsberg, ohne mit anderen politischen Interessen im Reich zu kollidieren. Dort nehmen sie staatspolitische Aufgaben wahr, die die militärischen Verpflichtungen im Heiligen Land völlig ersetzen.

Der Templerorden, der sich zunächst auf Zypern niederlässt, baut seinen Hauptsitz, den »Temple« in Paris weiter aus. Sein bestens bewährtes Logistiksystem funktioniert weiter, in den Augen seiner Gegner allerdings nur noch zum Eigenzweck, da ja die Kosten für militärische Aktionen im Heiligen Land nicht mehr erwirtschaftet werden müssen. Letztlich ist es der immense Reichtum des Ordens, der Missgunst fördert. Mächtigster Neider ist der französische König Philipp IV. der Schöne. Ihm gelingt es 1305, den ihm ergebenen Erzbischof von Bordeaux, Bertrand de Got, in Lyon als Clemens V. auf den Papstthron zu hieven.

Damit ist der Heilige Stuhl als oberste juristische Instanz für den Tempelritterorden verloren und in der Hand Philipps des Schönen. Obwohl der König von Papst Bonifaz VIII., nicht alleine wegen seiner unchristlichen Machenschaften, exkommuniziert wurde, widersetzt er sich nunmehr erneut den Anweisungen von Clemens V. und arrestiert eigenmächtig am Freitag, 13. Oktober 1307, viele der in Frankreich lebenden Templer. Gekaufte Zeugen, falsche Anschuldigungen, vermeintliche Widersprüche und durch harte Folter erpresste Geständnisse führen zu lächerlichen Schauprozessen gegen die Ritter und sehr häufig zu deren Verurteilung zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Philipp der Schöne nutzt die von ihm herbeigeführte Schwächung des Papstes und erreicht 1312 die Aufhebung des Ordens. Nach dem Verlust der kirchlichen Protektion werden am 18. März 1314 der Ordensmeister Jacques de Molay, sowie der Präzeptor der Normandie, Geoffroy de Charnay, auf der Seine-Insel in Paris verbrannt.

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1307 - 1317
O.S.M.T.H.
O.D.T.
Chinon-Dokument
Ordensmeister 1
Ordensmeister 2
zum Grußwort des Komturs
VIVE DIEU SAINT AMOUR
Es lebe der Gott der Heiligen Liebe!